1986 begannen in Nord-Uganda die Kämpfe zwischen der Rebellenorganisation Lord's Resistance Army (LRA, ihr Anführer ist Joseph Kony) und der ugandischen Armee.

  • Die LRA hat seither schätzungsweise 30.000 Kinder (im Alter von 6-15 Jahren) als Soldaten zwangsrekrutiert und sexuell versklavt und ist für die Plünderung, Tötung, Verstümmelung, Folter und Vergewaltigung von zehntausenden Zivilisten verantwortlich.
  • 90% der Bevölkerung wurden von ihrem Land und aus ihren Dörfern vertrieben und in Lager gezwungen.
  • 1,6 Millionen Flüchtlinge lebten unter menschenunwürdigen Bedingungen in Lagern, 80 % davon sind Frauen und Kinder.

Kony ist seit 2004 beim internationalen Gerichtshof in Den Haag angeklagt. Zurzeit herrscht Waffenstillstand aber es kam noch immer zu keinem Friedensvertrag. Die Leute werden nun, nach über 20 Jahren aufgefordert, wieder in ihre Dörfer zurück zu gehen. Jedoch ist dort weitgehend alles zerstört, es gibt kein Trinkwasser, die Leute stehen sozusagen vor dem nichts.

Aids ist eines der Hauptprobleme des Landes. Eine der alarmierensten Auswirkungen der Aids-Epidemie ist die schnell anwachsende Zahl betroffener Kinder. Zurzeit wird die Zahl der Aids-Waisen auf zwei Millionen geschätzt.

Die höchste Rate in ganz Afrika – mit steigender Tendenz. Die Situation der Waisenkinder ist äußert schwierig. Falls es noch Großeltern gibt, treten diese an die Stelle der verstorbenen Eltern. Oft jedoch sind sie damit überfordert. Die Waisen werden sich dann selbst überlassen. Zudem werden sie von der Gesellschaft diskriminiert und ausgegrenzt, da nicht klar ist ob die Kinder ebenfalls HIV-infiziert sind. Dadurch enden viele als Straßenkinder oder Prostituierte. Sie geraten in einen Teufelskreis und laufen Gefahr, vergewaltigt oder missbraucht zu werden, wodurch das Risiko einer HIV-Infizierung steigt.